Besucher der Modemessen können erneut kostenlos die Burg Spielberg genießen

Das Museum der Stadt Brünn führt die Zusammenarbeit mit der Messe Brünn fort. Auch dieses Jahr haben die Besucher der 44. Modemessen Styl&Kabo vom 24. bis 26. 8. 2014 die einzigartige Möglichkeit, kostenlos die Burg Spielberg zu besuchen, konkret die berühmten Kasematten und die Ausstellung Um ein neues Brünn über die Brünner Architektur zwischen 1919 und 1939.

 

Das Museum der Stadt Brünn führt die Zusammenarbeit mit der Messe Brünn fort. Auch dieses Jahr haben die Besucher der 44. Modemessen Styl&Kabo vom 24. bis 26. 8. 2014 die einzigartige Möglichkeit, kostenlos die Burg Spielberg zu besuchen, konkret die berühmten Kasematten und die Ausstellung Um ein neues Brünn über die Brünner Architektur zwischen 1919 und 1939.

Wenn man die Burg Spielberg erwähnt, kommen den meisten Brünnern die Kasematten in den Sinn, eine bauliche Kuriosität, die 1742 im Rahmen der Schlussetappe des Umbaus der ursprünglichen Burg in eine barocke Festung angelegt wurde. Ursprünglich sollten die Kasematten als Versteck für die Besatzung im Falle eines Artillerieangriffs dienen. Es gab hier Öfen, in denen Brot für bis zu fünftausend Personen gebacken werden konnte, Lichtschächte für Licht und Luftzufuhr sowie Heizstellen mit Schornsteinen und Kachelhöfen. In den Kasematten konnten bis zu 1200 Mann Schutz finden, zu Zeiten Maria Theresias wurden sie jedoch überwiegend als Lager für militärisches Material genutzt. Erst 1783 entschied Kaiser Josef II., die Kasematten in ein Gefängnis für die gefährlichsten Schwerverbrecher umbauen zu lassen. Lebenslang Verurteilte wurden hier in Holzkäfigen angekettet. Die Bedingungen für die Eingekerkerten wurden mit der Zeit erträglicher, und später wurden als Gefängnis auch andere Räumlichkeiten der Burg genutzt. Das Gefängnis auf dem Spielberg wurde 1855 geschlossen, und bereits 1880, also noch zu Zeiten, als es auf der Burg eine Kaserne gab, wurden die Kasematten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die heutigen Besucher können dort Massenzellen, die bereits erwähnten Holzkäfige oder auch die Gefängnisküche besichtigen.

Der zweite Teil der Burg, der sich den Messebesuchern zu freiem Eintritt öffnen wird, ist die Dauerausstellung Um ein neues Brünn. Anhand von Plänen, Studien, Fotografien, Modellen, Möbeln, Druckschriften und Filmdokumenten vermittelt sie den modernen Urbanismus, die Architektur und auch zeitgenössische Interieure der Stadt Brünn samt ihrer Atmosphäre in den Jahren 1919–1939. In diesem Zeitraum gab es in Brünn einen regelrechten Bauboom. Errichtet wurden Gebäude für zentrale Verwaltungsbehörden der neu entstandenen Republik, auch jedoch für politische, wissenschaftliche, kulturelle und schulische Einrichtungen. Mit dem Zustrom neuer Einwohner kam auch der Wohnbau in Schwung. In Brünn war zu dieser Zeit eine Reihe bedeutender Architekten und Designer tätig – Bohuslav Fuchs, Ernst Wiesner, Otto Eisler, Josef Kranz, Jiří Kroha und weitere. Für den hohen Standard der Wohnkultur sorgten damals renommierte Brünner Möbelfirmen, zum Beispiel die Vereinten kunstgewerblichen Werke, deren Markenzeichen UP zum Synonym für Qualität und guten Geschmack wurde.

„Wir möchten den Messebesuchern das Beste bieten. Die Kasematten sind traditionell der am meisten besuchte Teil der Burg, nur im ersten Halbjahr 2014 kamen mehr als 23 Tausend Menschen.. Die zweite Möglichkeit war logisch: Architektur hängt eng mit Design, Stil und auch Mode zusammen, deshalb haben wir für die Besucher der Modemessen absichtlich die Ausstellung über Brünner Architektur gewählt,“ sagt zur Zusammenarbeit mit der Messe Brünn Pavel Ciprian, Direktor des Museums der Stadt Brünn.

Contact:  Martina Šmídtová, PR manager, smidtova@spilberk.cz, tel.: 602 584 119