Businesstag der Russischen Föderation

 

„Mit der Russischen Föderation brauchen wir eine pragmatische, offene und häufige Kommunikation.“ Auch diese Worte erklangen in der Ansprache des stellvertretenden Außenministers der Tschechischen Republik Martin Tlapa beim heutigen Businesstag der Russischen Föderation. Dieses Treffen ist traditioneller Bestandteil des Rahmenprogramms der MSV, am zweiten Messetag veranstaltet von der Kammer für Wirtschaftsbeziehungen zur GUS zusammen mit weiteren Partnern.

Der heutige Businesstag, an dem eine ganze Reihe bedeutender Gäste teilnahm, allen voran die Ministerin für Industrie und Handel der Tschechischen Republik Marta Nováková und der stellvertretende Industrie- und Handelsminister der Russischen Föderation Georgi Wladimirowitsch Kalamanow, spiegelte die aktuellen tschechisch-russischen Handelsbeziehungen wider und deutete mögliche Kooperationen mit mehreren russischen Regionen an – Uljanowsk, Swerdlowsk und Nischni Nowgorod. Im Rahmen der einzelnen Reden erklangen zahlreiche Informationen, in welchen Bereichen das gegenseitige Business ausgebaut werden könnte, wie das Entwicklungstempo in den einzelnen Bereichen ist, was für Background die dortigen Technologieparks bieten oder welche Formen von Unterstützung ausländischen Investoren geboten werden.

Die tschechische Ministerin Marta Nováková sagte unter anderem, dass das Treffen in einer für die Entwicklung tschechisch-russischer Handelskooperationen nicht gerade leichten Zeit stattfindet, und hob Kontakte zu konkreten Regionen der Russischen Föderation sowie Bemühungen um neue Inspirationen für gemeinsame Projekte hervor. Sie erinnerte auch daran, dass die 11. Sitzung der Tschechisch-russischen Regierungskommission vorbereitet wird, die in Prag stattfinden soll.  Der stellvertretende Industrie- und Handelsminister der Russischen Föderation G. W. Kalamanow hielt fest, dass der Umsatz zwischen der Tschechischen Republik und der Russischen Föderation nach dem Rückgang im letzten Jahr erneut gestiegen ist, sprach über Exportförderung und die Gründung des Russischen Handelszentrums und erinnerte auch an gemeinsame Projekte, die auf dem Territorium der Russischen Föderation umgesetzt werden, zum Beispiel in den Bereichen Lieferung von Maschinen, Herstellung von Drehmaschinen sowie in Luftfahrt-, Metallurgie- und chemischer Industrie. „ich hoffe, dass wir heute ernsthaft künftige Möglichkeiten und Erfolge besprechen werden“, so G. W. Kalamanow.

Der Botschafter der Russischen Föderation in der Tschechischen Republik Alexander Wladimirovitsch Zmejewski erinnerte daran, dass die Tschechische Republik zu den wichtigsten Handelspartnern Russlands gehört und hinsichtlich Umsatz Rang 11 belegt. Außerdem nannte er Beispiele gemeinsamer Projekte. So baut zum Beispiel der tschechische Landmaschinenhersteller Agrostroj in der Region Woronesch ein Produktionswerk für Landmaschinen. Škoda Auto hat eine weitere Produktionsstraße für seine Yeti-Modelle in Betrieb genommen und in Russland bereits an die 3000 Wagen dieses Typs produziert.

Laut Worten des stellvertretenden Außenministers der Tschechischen Republik Martin Tlapa kann man die Bedeutung gegenseitiger Beziehungen am besten durch die Anwesenheit höchster Vertreter von Regionen und Firmen auf der MSV dokumentieren. „Unsere Beziehungen sollten pragmatisch sein, wir sollten nach vorne schauen und darüber nachdenken, was wir gemeinsam machen können.  Russland ist ein Land mit 143 Millionen Einwohnern, das sollte man nicht außer Acht lassen.  Wirtschaft und Wachstum des Handels, laut meinen Zahlen handelt es sich um ein Umsatzplus von 30%, belegen, dass die Firmen an Geschäften interessiert sind. Es ist Aufgabe des Staates, Bedingungen für eine Belebung unserer Wirtschaftsbeziehungen zu schaffen. Wir sehen Interesse der Regionen auf beiden Seiten. Das ist der Grund, warum unsere Beziehungen wichtig sind und ich optimistisch bin.“