Offene Städte und datengesteuerte Stadtverwaltung im Block URBIS DIGITALISATION


Die Digitalisierung von Prozessen kann Bürgern und Mitarbeitern der Landesverwaltung das Leben erheblich erleichtern. Zudem ist eine höhere Effizienz mit langfristigen Kosteneinsparungen verbunden. Die Anwendung digitaler Lösungen in der Praxis wurde auf der URBIS SMART CITY FAIR Konferenz am Mittwoch im Block URBIS DIGITALISATION diskutiert.

Jiří Marek, Mitglied des Open Cities Committee , sprach offene Städte als ein Beispiel für Städtekooperation und Lösung des Problems der Anbieterbindung in Kommunalverwaltungen an . Das Ziel dieser gemeinnützigen Organisation ist in erster Linie eine offene Arbeitsweise der Verwaltung. Sie fördert die regelmäßige Veröffentlichung von Informationen, eine transparente öffentliche Auftragsvergabe von der Absichtserstellung bis zum Ablauf der Gewährleistungsfrist, eine transparente Entscheidungsfindung und Öffentlichkeitsbeteiligung sowie den Einsatz offener Lösungen in der öffentlichen Verwaltung. Open Cities fokussieren sich auf die Digitalisierung und fungieren als Berater für technische, methodische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Kommunen.

Jiří Marek präsentierte auch mehrere Projekte aus dem Open Cities-Portfolio. Die erste davon ist CityVizor , die Kommunen durch ein Click-Through-Budget dabei hilft, ihre Finanzen transparent zu verwalten. Eine weitere Anwendung ist die Dotační Software 2 („Zuschusssoftware 2“) , die den elektronischen Empfang, die Bearbeitung und die Verwaltung von Zuschussanträgen übernimmt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Brünn bereiten Open Cities ein Bürgerhaushaltsprojekt vor , das für die elektronische Sammlung von Projekten, Unterstützungsbekundungen und Abstimmungen verwendet wird. Ein Projekt im Bereich Cybersicherheit, das sich auf das kontinuierliche Scannen von Schwachstellen konzentriert, ist ebenfalls in der Pipeline. Daher wird es eine permanente Sicherheitsüberprüfung der IP-Adressen der teilnehmenden Gemeinden geben. Die Organisation bereitet auch eine Open-Source-Website für mittelgroße Städte oder Gemeinden vor .

Im nächsten Teil des Blocks zur Digitalisierung wurde die datengetriebene Stadtverwaltung diskutiert. Radovan Slíž von der Firma OMS Intelligence Solutions , die hinter der CitySys-Plattform steht, führte in das Thema ein. Damit Städte effizient funktionieren, sollten sie sich auf eine effiziente Datenerhebung und deren anschließende Strukturierung und Analyse konzentrieren. Das Ergebnis ist eine verbesserte Verwaltung und anschließende Entscheidungsfindung. Ein erfolgreiches System, das ein datengesteuertes Funktionieren einer Smart City ermöglicht, kann in mehrere Ebenen unterteilt werden. Die erste besteht darin, eine Infrastruktur aufzubauen, die Daten innerhalb der Stadt sammelt, und eine Datenplattform aufzubauen. Der zweite Teil ist die richtige Wahl der Tools zum Speichern, Verwalten, Verarbeiten und Analysieren der gesammelten Daten. Auch der Datenaustausch zwischen den Akteuren und die Übernahme der daraus resultierenden Lösungen dürfen nicht vergessen werden. Ebenso wichtig sind Datensicherheit und -qualität. Anschließend werden die Modellszenarien selbst erstellt und die Stadtverwaltung optimiert. Zu den Hauptvorteilen des datenbasierten Stadtmanagements gehören die Automatisierung von Prozessen, die Vereinfachung der Tagesordnung, Kosteneinsparungen und die Möglichkeit, sofort auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren.